Ausstellungen

Von Mitte März bis Ende April sind an verschiedenen Orten in Kiel Ausstellungen von Künstlern und Künstlerinnen zu sehen, die sich seit Jahren mit Atomkraft und ihren verheerenden Folgen beschäftigen. Außerdem befindet sich am Ende dieser Seite eine Online-Ausstellung. Sie zeigt Werke von Benno Dahlhoff, seines Zeichens Biologe, Ökologe und Künstler. Seine Bilder zeigen uns erschreckend deutlich, wozu der Umgang mit Atomkraft führt und wir freuen uns sehr, sie hier zeigen zu dürfen.

Kenji Higuchi

Kenji Higuchis Fotos zeigen Menschen und Situationen, die den nuklearen Wahnsinn unserer Zeit dokumentieren. Seit fast dreißig Jahren konzentriert Higuchi seine Kamera auf die stillen Opfer der Atomindustrie.

Kenji Higuchi ist Professor für Fotografie an drei Institutionen in Tokio und Ausbilder am berühmten Nippon Photography Institute.

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RetracingOurSteps

Fotos von Carlos Ayesta – Guillaume Bression zeigen die Katastrophe in Fukushima nach dem Tsunami und der Reaktorkatastrophe. Eindringliche Bilder, die Bewohner zeigen, die nicht zurückkehren können.

 

Guillaume Bression ist Fotograf und Kameramann in Japan.
Carlos Ayesta ist Fotograf und lebt in Paris.

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Hörbilder

In der Ausstellung Hörbilder kommen Betroffene aus Belarus, der Ukraine und Japan zu Wort. Die Ausstellung ist visuell und akustisch zu erleben.

Interviews und Fotos – Gabriela Schultze und Martin Kastranek

Design – Bianca Unnasch

Audiobeispiele und Filme

Was wäre wenn...

 Denn „was wäre, wenn …“ es zu einem Super-Gau im AKW Brokdorf kommt? Diese Bilder geben Antworten auf die Frage, indem Fotos aus Tschernobyl jeweils vergleichbare Momente aus dem Alltagsleben in Norddeutschland gegenüberstellt werden, beispielweise dem verwaisten Riesenrad in Pripyat das voll besetzte Riesenrad auf dem Hamburger Dom.

Fotografische Gegenüberstellung der Atomkraft

Bilder von Andreas Tesch

In Kooperation mit ausgestrahlt

Online-Ausstellung

Tschernobyl-Fukushima-Zyklus von Benno Dahlhoff

Die Hoffnung, mit Technologie alle Probleme lösen zu können, hatte ein Teil der Menschheit u.a. auch zu Beginn der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie. Aber diese trügerische Hoffnung hat uns u.a. die Super-GAUs von Tschernobyl und Fukushima beschert. Die anlässlich nuklearer Katastrophen freigesetzte Radioaktivität führt auf Grund ihrer mutagenen Wirkung nicht nur vor Ort, sondern auch global zu Veränderungen im Erbgut alles Lebendigen. Die Natur hat nämlich auf Grund der Erbinformation für jedes Lebewesen ein klar und eindeutig vorgegebenes Programm, das einen Organismus mit all seinen Charakteristika bestimmt. Es ist, als würde die Natur wie ein Künstler ein Lebewesen mit klarem Strich zeichnen. Treten allerdings Unregelmäßigkeiten im genetischen Programm auf, so kann der klare Strich der Natur außer Kontrolle geraten oder aber völlig zerbrechen mit z.T. fürchterlichen Konsequenzen für den betroffenen Organismus. Und genau diese Situation versuche ich in meinen Arbeiten darzustellen; denn als Naturwissenschaftler habe ich immer wieder feststellen müssen, dass alleinige Information in den Medien nur eine geringe Halbwertszeit besitzt, und man schnell wieder zur Tagesordnung übergeht. Daher richte ich in meinen Arbeiten den Fokus bewusst auf scheinbar unbedeutende Details, wie z.B. die strahlungsbedingte Veränderung (Mutation) eines Schmetterlingsflügels in Bild 2, 3, 5. Damit soll zum Ausdruck kommen, dass diese Veränderung stellvertretend für die Zerbrechlichkeit allen Lebens auf der Erde steht, und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit unseres Planeten für uns und für kommende Generationen somit eine Überlebensfrage ist.

Benno Dahlhoff